Raol Imling: “Die Schuld der Stille”

Als der junge Engländer Edward aus dem Krieg heimkehrt, ist er nicht mehr derselbe. Doch nicht nur er hat sich verändert. Auch die Familie, zu der er heimgekehrt ist, scheint nicht mehr die zu sein, die er einst vor fünf Jahren verlassen hatte. Seine Eltern sind mittlerweile zerstritten und seine beiden Geschwister tragen ebenfalls ihren privaten Zwist aus. Zunächst bemüht man sich noch, für den Kriegsheimkehrer eine heile Welt darzustellen, doch nur allzu bald bröckelt die rissige Fassade und all die entsetzlichen Geheimnisse gelangen ans Tageslicht, welche bereits viel zu lange hinter einer Mauer aus Schweigen gelauert haben.
„Die Schuld der Stille“ zeigt das Charakterbild einer Familie, die, trotz aller Liebe zueinander, droht auseinander zu brechen. Es ist ein Stück, das zeitlose Themen wie Einsamkeit, Bedürfnisse und heimliche Sehnsüchte anspricht, und dem Zuschauer in einer naturalistischen Weise aufzeigt, dass sowohl Feigheit als auch mangelnde Kommunikationsbereitschaft oftmals die Saat dessen sind, was später einmal zu einem Sturm werden wird, der nichts als einen Haufen Scherben hinterlässt.

Der Theater-AK der KHG Würzburg zeigt „Die Schuld der Stille“ am 02./03./04./08. und 09. Februar um 20:00 Uhr im Großen Saal der KHG. Der Eintritt ist wie immer kostenlos. Karten sind an der Abendkasse erhältlich.

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Nis-Momme Stockmann: “Das blaue blaue Meer”

In einer der vielen Plattenbausiedlungen Deutschlands lebt Darko. Darko säuft – so viel, dass die Tage verschwimmen und er längst gefangen ist in der tristen Monotonie der Betonklötze, welche ihn umgeben. Die um ihn herum geschehenden Perversionen des Siedlungsalltags nimmt er nur noch am Rande war. Das einzige, was ihn vor der endgültigen Verrohung abhält, ist sein Traum von den Sternen. Fast hat er auch den schon vergessen, als Motte in sein Leben tritt. Auch Motte hat einen Traum: das blaue blaue Meer.

Nis-Momme Stockmann zeichnet in gewaltiger und gleichzeitig wundersam empfindlicher Sprache einen Mikrokosmos, in dem Träume das einzig Wichtige sind. Träume, am Leben gehalten von Liebe und der Hoffnung, dass alles auch anders sein könnte – irgendwo.

Aufführungen finden statt am 20., 21., 22., 24. und 26. Januar um jeweils 20:00 Uhr. Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Der Eintritt ist wie immer frei.

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Henrik Ibsen: “Peer Gynt”

„Peer, du lügst!“ – Mit diesem Satz beginnt Henrik Ibsens Drama um den Leichtfuß Peer Gynt. Statt seiner Mutter bei der Versorgung von Haus und Hof zu helfen, lebt er in den Tag hinein, spinnt Lügengeschichten und ist sich selbst genug. Er entführt auf einer Hochzeit die Braut vom Nachbarhof, flieht ins Gebirge und trifft dort auf Trolle und andere Sagengestalten. Immer mehr verliert er sich selbst zwischen Realität und Wirklichkeit, bis sein Leben nur noch eine Kontur ist und einzig die Frage bleibt: „Wer bin ich eigentlich?“ Eine Frage, deren Antwort nur Solveig weiß. Für ihre Liebe zu Peer hat sie alles aufgegeben und wartet nun darauf, dass er zurück zu sich selbst und zurück zu ihr findet.

„Peer Gynt“ wurde von Henrik Ibsen ursprünglich als dramatisches Gedicht geschrieben und wird oft auch als „nordischer Faust“ bezeichnet. Seinen auf einer Sage beruhenden Helden lässt er auf der Suche nach seiner Identität durch allerlei Abenteuer stolpern, die ihn von Norwegen über Marokko bis nach Kairo führen. Aufgrund der abwechslungsreichen Handlung, der modernen Thematik und nicht zuletzt auch wegen der berühmten Bühnenmusik von Edvard Grieg zählt „Peer Gynt“ auch heute noch zu einem der weltweit meistgespielten Theaterstücke. Wenn Sie Peer auf seiner Reise begleiten möchten, bietet sich hierzu die Möglichkeit am 16./ 17./ 18./ 21. und 22. Dezember jeweils um 20 Uhr im Theater in der KHG, Hofstallstraße 4, 97074 Würzburg. Karten gibt es jeweils ab 19.30 Uhr an der Abendkasse und der Eintritt ist natürlich wie immer frei!

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